Interviews

Ich lese sehr gerne Interviews. Egal ob von Filmstars, Sportlerstars, Bankern oder auch Normalos. Am liebsten mag Interviews von Sportlerinnen, wenn man ihnen das Mikrofon direkt nach dem Zieleinlauf unter die Nase hält. Wenn der Schweiss noch runterläuft, die Schnudernase gefroren ist oder wenn sie schlicht und einfach keine Worte hervorbringen, weil es Ihnen an Luft fehlt. Dies wirkt sich dann auch vielfach auf den Text aus, den sie von sich geben, dieser Mangel an Sauerstoff. Dafür ist es grundehrlich und nicht gekünstelt.


Ich liebe ja auch diese Talkshows am Freitagabend – diese netten Runden. Jeder hat ca. 10 bis 15 Minuten Redezeit und es ist eine bunte Mischung und überhaupt und so. Meist eigentlich ziemlich unspektakulär. Im Schweizer Fernsehen gibt es solche Sendungen nicht, der Club ist ja eine wirklich ernste Sache. Aber so ein nettes Stelldichein mit einer Runde z.B. DJ Antoine, Heidi Maria Glössner, Pirmin Zurbriggen, Matthias Aebischer, Daniel Koch und dann vielleicht noch Urs Gredig und geleitet wird diese Sendung von Sven Epiney. Ha! Jaja, ich weiss, wenn ich mich ein bisschen kritisch äussere über Sven Epiney, sagen mir alle, die ihn schon persönlich getroffen haben, er sei so professionell. Ist ja auch sein Beruf, dieses Moderieren und wenn schon öffentlich, dann bitte auch professionell.

Ich habe noch nie eine dieser Runden erlebt, wo es mal ausgeartet ist. Das wäre meiner Meinung nach selbst in 10 Minuten möglich, mal so richtig Feuer zu machen. Aber ich habe vor noch nicht so langer Zeit die Talkshow «Kölner Treff» gesehen. Zu Gast war eine meiner Lieblingsschauspielerinnen, wenn sie nicht schauspielert: Uschi Glas. Ja, ich finde Uschi Glas einfach phänomenal. Uschi ist schlicht perfekt – verfügt über neidlos endlos schöne Beine, dann immer noch eine Topfigur für ihr Alter, diese kecken Strähnchen im immer blonden Haar. Und immer elegant ist sie und so präsent. Und diese Dauerbräune ist ja auch nicht zu verachten. Nun so denn. In dieser Runde sass eine Rapperin, sie heisst Nura. Die Moderatorin eröffnete mit Uschi Glas, schliesslich ist Uschi der Star. Es ging munter weiter und dann kam SIE an die Reihe. Die Rapperin. Manchmal, wenn es dann bunt wird, schwenkt die Kamera zu den Gästen, um ihre spontane Reaktion einzufangen. Die Rapperin beginnt also zu erzählen und die hatte wirklich eine Geschichte zu erzählen und schliesslich wurde sie gefragt, wie denn ihre Mutter so zu dieser Musik stehen würde und ich hatte das Gefühl, Nura hat ehrlich darauf geantwortet. Natürlich fand und findet die Mutter das nicht so toll, aber man schickt sich halt drein. Es folgte ein kurzer Konzertausschnitt und da geht es nun mal immer um dieses F-Wort und alles Drum und Dran. Konzertausschnitt aus – und die Moderatorin stellt eine spontane Frage an Uschi Glas. Lady Glas aus München mit einem Gesichtsausdruck, den ich so dermassen genial fand – ich musste mehrmals zurückspulen. Ich habe gebrüllt vor Lachen. Uschi Glas in zwei Sekunden und die Nation wusste Bescheid. So mit einem leicht verzogenen Mund und die Augen, Leute, die Augen, dieser Blick sagte nun alles was Frau Glas eben nicht sagte. Aber ganz ladylike hat sie es mit Fassung getragen.


Ich liebe übrigens auch die Interviews mit den Standardfragen. Wie die Inselfrage, die Liftfrage, oder die entweder-oder-Fragen. Aha, und jetzt wo man sich ja wieder nicht treffen darf und wenn man telefoniert oder sich schreibt, dann könnte man doch mal mit diesen Fragen anfangen. So im Gruppenchat nur eine Frage pro Tag. Und ich verspreche euch, es ist etwas, das man immer wieder nachliest und daraus lassen sich königliche Unterhaltungen spinnen. OK, ich beginne mal und wenn ihr Fragen an mich habt, schickt sie mir, ich werde nicht nur ehrlich sein, sondern auch schnell. Denn wer zu lange überlegt bei solchen Fragen ist nicht spontan und so wird das nichts.


Tempo Leute, Tempo:

3 Dinge für die Insel? 3 Bücher

Mit wem möchte ich nie im Lift stecken bleiben? Oswald Grübel

Rot- oder Weisswein? Rotwein


So und nun ihr. Auf geht’s – los geht’s.


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Heute Morgen habe ich einen neuen Beutel Milch (also ä Milchtutel) aus dem Keller geholt. Es war einer von der Migros, mit diesem fiesen Dings zum Wegziehen. Und jedes Mal, aber wirklich jedes Mal, we