Für alle........

Beziehungen sind ja an sich schon sehr kompliziert; aber mit all diesen verschiedenen Sexualitäten ist das Leben nicht nur vielfältiger, nein, es ist auch komplizierter geworden. Kaum wird ein neues Gesetz angenommen und es wird vor Freude getanzt, wird gleich nachgelegt und zwar nicht Brikett für Brikett, neinnein, da wird Öl ins Feuer geschüttet. Also ganz schön aufmüpfig, wie diese Homos, Trans und weiss-der-Himmel-was-alles hochstehen. Nach Antidiskriminierung kommt nun die «Ehe für alle». Gewisse Parteien kommen ganz schön in Bedrängnis und sprechen davon, das Fuder sei nun schon etwas überladen und überhaupt, also jetzt müsse man schon mal bremsen. Da bekommen die ihr Diskriminierungsgesetz und Stammtischwitze können nun bestraft werden und dann wollen die keinen Tag später die Ehe für alle. Und dann, so die weise Voraussicht, kommen Samenspenden und Adoptieren für alle. Nicht auszudenken, oder? Ein riesiges Durcheinander und das für alle.


Ich frage euch, liebe Blogfreunde. Wo kommen wir denn da hin? «Für alle» geht nicht, das ist einfach nicht möglich. Jetzt haben wir seit tausenden von Jahren dieses Privileg für die Heteros, weil das ist die Form, die gelebt wird und an die wir gewöhnt sind. Und jetzt auf einmal soll das für ALLE gelten. Das wäre ja gleich wie Essen für alle, Wasser für alle, Hunger für alle, Tiere für alle, Arbeit für alle usw. So geht es nun wirklich nicht, es braucht schon eine gewisse Linie, sonst gibt es ein Durcheinander und überhaupt, wenn die Ehe für alle kommt, dann sind Kinder für alle auch nicht mehr weit. Weil die Präsidentin meiner Lieblingspartei, der EVP, hat das schon im Herbst vorausgesagt. Nach der «Ehe für alle» komme «Kinder für alle» und das geht nun wirklich nicht.


Und da frage ich mich immer wieder, was löst diese Ehe für alle für Ängste aus? Was genau soll daran falsch sein? Wir profitieren doch ALLE davon. Die Kirche, die Hotellerie & Gastronomie, die Zuckerbäcker, die Blumengeschäfte und die Kleiderindustrie. Und die Gesellschaft? Die Gesellschaft kann in einer Zeit von Grössenwahn und Egoismus ein FÜR ALLE sehr gut vertragen. Nun müssen sich gewisse politischen Parteien an ihr Wahlversprechen halten und für alle kämpfen. Es wird nicht weh tun, sich für einmal für die einzusetzen, für die nicht das Gleiche und alles gilt. Für die, die sich so vieles erkämpfen müssen für ihre Community und ihre Rechte. Das ist für alle und wenn wir dann soweit sind, können wir für die Scheidung für alle kämpfen.

Gleichstellung heisst für mich nicht nur, Mann und Frau verdienen gleich viel Geld für die gleiche Arbeit, sondern Gleichstellung bedeutet für mich das Gleiche für alle bitte. Und das mal zwei.

 

Merci bien une schöne Tag. Für alle.


Ds nächste Thema bitte.